Im Rahmen des GTA wurde auch im März 2026 das Streitschlichtercamp als
besonderer Bestandteil der Ausbildung für die zukünftigen Streitschlichter*innen der
dritten Klassen durchgeführt.

An drei Tagen hatten die Kinder die Möglichkeit, sich fernab des Schulalltags intensiv
mit ihrer neuen Rolle auseinanderzusetzen – jedoch auf eine ganz besondere Art: Im
Mittelpunkt standen nicht nur das Erlernen von Methoden zur Konfliktlösung, sondern
vor allem ein wertschätzendes Miteinander. Die Trainerin legte großen Wert darauf,
dass sich die Kinder gegenseitig positive Rückmeldungen geben, sich bestärken und
ihre eigenen Stärken wahrnehmen. Lob, Anerkennung und ein respektvoller Umgang
prägten die gesamte Atmosphäre des Camps.

Teilgenommen haben 6 Mädchen und 3 Jungen der dritten Klassen, die
Schulsozialarbeiterin der Schule mit ihrer Praktikantin, eine Praktikantin des
Jugendclubs sowie die Trainerin.

Der Einstieg am ersten Tag diente vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen und
dem Aufbau einer vertrauensvollen Gruppe. Mit spielerischen Methoden, die sowohl
Teamgeist als auch Selbstvertrauen stärkten, entstand schnell ein Gefühl von
Gemeinschaft. Viele der Übungen förderten dabei nicht nur die Grundlagen der
Streitschlichtung, sondern auch die persönliche Entwicklung jedes einzelnen Kindes.
Am zweiten Tag stand der intensivste Lernabschnitt im Mittelpunkt. Die Kinder setzten
sich ausführlich mit dem Streitschlichterleitfaden auseinander, erarbeiteten diesen
gemeinsam und probierten ihn direkt in Rollenspielen aus. Dabei konnten sie
verschiedene Konfliktsituationen durchspielen, sich in unterschiedliche Perspektiven
hineinversetzen und Sicherheit im Ablauf einer Streitschlichtung gewinnen. Ganz nach
dem Motto der Trainerin, dass man etwas erst wirklich beherrscht, wenn man es
mehrfach – etwa siebenmal – geübt hat, gingen die Kinder motiviert und mit
wachsender Sicherheit in die Rollenspiele. Der gemeinsam entwickelte Leitfaden stellt
dabei das zentrale Werkzeug für ihre zukünftige Tätigkeit als Streitschlichter*innen in
der 4. Klasse dar. Trotz der intensiven Inhalte blieb die Stimmung durchgehend locker
und motivierend. Lernen wurde hier nicht als Pflicht, sondern als gemeinsames
Erleben erfahren.

Der letzte Tag diente dazu, das Gelernte zu festigen und noch einmal zu vertiefen. Die
Kinder zeigten dabei deutlich, wie viel sie in kurzer Zeit mitgenommen hatten – sowohl
fachlich als auch im Umgang miteinander. Immer wieder wurde betont, wie viel Freude
ihnen die gemeinsame Zeit bereitet hat.

So endete das Camp mit einem lachenden und einem weinenden Auge: traurig, dass

die gemeinsame Zeit schon vorbei war, aber gleichzeitig stolz auf das Erreichte. Mit
vielen positiven Erfahrungen, gestärktem Selbstbewusstsein und neuen Fähigkeiten
im Gepäck wurden die Kinder ins wohlverdiente Wochenende verabschiedet.